Auswahlleitfaden

So wählen Sie ein industrielles Poliermittel aus.

Beginnen Sie mit der Aufgabe des Prozesses. Farbe, Produktfamilie und Begriffe wie stärker oder feiner werden erst hilfreich, wenn Abtrag, Oberflächengüte, Werkzeug, Maschine und Reinigungsanforderungen feststehen.

1. Abtrag und Oberflächengüte unterscheiden.

Abtrag beschreibt die Fähigkeit, die Ausgangsoberfläche abzutragen oder zu verändern. Glanz und Glanzpolieren beschreiben die nach der Vorbereitung erreichte Oberfläche. Ein Produkt kann zu beidem beitragen, doch eine Hochglanzpaste kann Fehler aus dem vorherigen Arbeitsschritt nicht zuverlässig ausgleichen.

Diagnosefrage

Liegt die aktuelle Grenze bei der Fehlerbeseitigung, der Oberflächenentwicklung oder bei Wiederholbarkeit und Reinigung?

2. Ausgangsoberfläche bestimmen.

Werkstoffgüte, Umform- oder Gusszustand, abrasive Vorbereitung sowie Tiefe und Richtung der Fehler dokumentieren. P240 allein beschreibt die Oberfläche nicht vollständig, da auch Bandtyp, Kontaktscheibe, Druck, Verschleiß und Bearbeitungsrichtung relevant sind.

3. Die Poliermittelform auf das Produktionssystem abstimmen.

VariableFlüssig / EmulsionFester Riegel
AnwendungSprüh-, Pumpen- oder DrucksystemManuelle oder automatische Zuführung
KontrollschwerpunkteViskosität, Druck, Düse, Abstand, ÜbertragungZuführgeometrie, Kontakt, Häufigkeit, Riegelabmessungen
Typisches RisikoSprühbild, Sprühnebel, Absetzen, übermäßiger AuftragUnregelmäßige Übertragung, Verlust, Zusetzen, ungeeignete Zuführung

4. Werkzeug und Poliermittel gemeinsam auswählen.

Sisal, Baumwolle, Tampico, Vlies, Kontaktscheiben und Hybridaufbauten beeinflussen Poliermittelübertragung, Kontaktdruck, Belüftung, Formanpassung und Wärme. Wer das Poliermittel unabhängig vom Werkzeug betrachtet, gelangt schnell zu instabilen Empfehlungen.

5. Veröffentlichte Kennwerte richtig lesen.

Eine Abtrag-/Glanzskala ist innerhalb der definierenden Produktfamilie und Quelle nützlich. Schleifleistung und Haftvermögen beschreiben andere Eigenschaften. Quellenspezifische Bewertungen dürfen nur dann zu einem universellen Wert zusammengeführt werden, wenn ein validiertes internes Verfahren die Umrechnung ausdrücklich stützt.

6. Abnahmekriterien festlegen.

Spiegelglanz sollte durch messbare oder prüfbare Kriterien beschrieben werden: Referenzmuster, Beleuchtung, Sichtbarkeit von Bearbeitungsspuren, Rauheit, Schleier, Farbe, Kontamination, Reinigung, Zykluszeit und Gleichmäßigkeit.

7. Nur innerhalb eines benannten Geltungsbereichs freigeben.

Der validierte Prozessdatensatz sollte Bauteil, Werkstoff, Ausgangszustand, Poliermittel, Charge, Werkzeugaufbau und -abmessungen, Maschine, Prozessfenster, Reinigung und Abnahmekriterien angeben. Eine Änderung einer kritischen Variablen kann eine Überprüfung oder erneute Prüfung auslösen.

Nutzen Sie den Konfigurator für eine strukturierte Erstbewertung.

Er wendet diese Methode an, zeigt Katalognachweise und erstellt eine technische Beschreibung für ASK.

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